Justinas MARCINKEVIÈIUS

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"Einst wird das Erscheinen des Buches für den Menschen mit dem Raub des göttlichen Feuers verglichen werden können, denn womit sonst wehren wir uns vor den Raubtieren des Dunkels und der Gewalt, wenn nicht mit Hilfe des Buches; was wärmt unsere erkaltende Seele; wessen Licht, wenn nicht das des Buches, führte und führt uns durch die Labyrinthe der Welt und die Wirrnisse unseres eigenen Herzens ".

Justinas MARCINKEVIÈIUS: Tagebücher ohne Datum, 1981

Geb. 1930. Poet, Dramatiker, Übersetzer, Mitglied der Akademie der Wissenschaften Litauens. Autor mehrerer Bücher. Die populärsten sind: Die Poeme “Blut und Asche” (1960), “Wand” (1965), “Erkenntnisbaum” (1979); die Gedichtbände “Die Brot schneidenden Hände” (1963), “Holzbrücken” (1966), “Flammender Busch” (1968), “Das sanfte Anschmiegen des Lebens” (1978), “Sei und segne” (1980), “Das einzige Land” (1984), “An Roggen und am Feuer” (1993). 1981-1983 erschienen die WERKE von Justinas Marcinkevièius. Die Theater in Litauen und im Ausland haben ca. zwei Jahrzehnte die dramatische Trilogie oder ihre Teile aufgeführt: “Mindaugas” (1968), “Maþvydas” (1977), “Kathedrale” (1971). Bekannt sind die Essays “Tagebücher ohne Datum” (1981), “Einheit des fließenden Stromes” (1994). Die Bücher von J. Marcinkevièius sind in Deutsch, Russisch, Englisch, Bulgarisch, Ungarisch, Norwegisch, Estnisch, Rumänisch, Serbisch, Lettisch, Slowakisch, Armenisch, Tschechisch, Usbekisch, Georgisch, Moldauisch, Kirgisisch, Ukrainisch u.a. Sprachen erschienen. Seine Gedichtzyklen wurden in italienischen, französischen, spanischen, finnischen u.a. Anthologien, Zeitschriften, Almanachen veröffentlicht.

Das Leitthema des Dichters ist Litauen, seine Geschichte und Gegenwart, Natur und Kultur, der Mensch in der Heimat und in der Welt, seine Existenzproblematik: Glück, Pflicht, Pein, Angst, Treue, Sittlichkeit, Güte...

Justinas Marcinkevièius hat ins Litauische Werke von A. Puschkin, M. Lermontow, S. Jesenin, A. Mickiewicz u.a. Dichter sowie das finnische Epos “Kalevala” übersetzt.

Das Schaffen von Justinas Marcinkevièius ist zweimal mit dem Staatspreis Litauens ausgezeichnet und seine gesellschaftliche Tätigkeit mit dem Eintrachtspreis Litauens (1994) geehrt worden.


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